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Bildungsstandort Zürich

Weit hinten, hinter den Wortbergen, fern der Länder Vokalien und Konsonantien leben die Blindtexte. Weit hinten, hinter den Wortbergen fern der Länder Vokalien.

Expertise zum Bildungsstandort Zürich

Lange Zeit beschränkten sich Standortanalysen nur auf die Wettbewerbsfähigkeit und das wirtschaftliche Potenzial von Regionen oder städtischen Zentren. Erst in jüngerer Vergangenheit wird auch Bildung als ein entscheidender Standortfaktor betrachtet, wobei meist die Hochschulen im Fokus der Analysen stehen. Diese Entwicklung lässt sich darauf zurückführen, dass Bildung und Wissen einerseits einen immer grösseren Einfluss auf die Biografien von Individuen haben und andererseits gut qualifiziertes Personal einen Wirtschaftsraum für Unternehmen sehr attraktiv macht.

Attraktivität des Bildungsraumes

Dementsprechend wird der Begriff Bildungsstandort gegenwärtig sowohl im bildungspolitischen als auch im wirtschaftspolitischen Kontext vielfach verwendet. Ganze Kantone wie Graubünden, oder Regionen wie der Oberthurgau, Städte wie Schaffhausen, Winterthur und Zürich bis hin zu Gemeinden wie Uster betonen die Attraktivität ihres Bildungsraumes. Insofern könnte man annehmen, dass die Charakteristika des Bildungsstandortes Zürich klar zu bestimmen sind. Bei genauerer Betrachtung zeigt sich jedoch, dass eine Vielzahl von Blickwinkeln mit unterschiedlichen Ansprüchen an den Bildungsstandort bestehen.

Spannungsfeld wirtschaftliche Interessen und kantonale Bildungsziele

Das Spannungsfeld reicht von wirtschaftlichen Interessen, für die insbesondere qualifizierte Arbeitskräfte relevant sind, bis hin zu den durch die Bildungsdirektion Zürich formulierten Bildungszielen, die die Förderung eines attraktiven und qualitativ hochwertigen Bildungsstandortes proklamieren. Seien es nun die Forderungen der Wirtschaft, der Parteien und Verbände oder der Eltern, gemeinsam ist diesen, dass sie nur einen spezifischen Ausschnitt des Bildungsraumes Zürich thematisieren. Dadurch geht eine umfassende Perspektive auf den Bildungsstandort verloren bzw. er ist in seiner Gesamtheit kaum sichtbar. Dies ist vor dem Hintergrund der zunehmenden Bedeutung der individuellen Bildungsbiografien – von der frühkindlichen Bildung bis hin zur Weiterbildung bzw. dem Lebenslangen Lernen – nicht mehr angebracht.

Dieser hier nur kurz skizzierte Kontext ist der Ausgangspunkt der Expertise zum Bildungsstandort Zürich, die von Elisabeth Baumgartner, Philipp Gonon und Stefanie Stolz vom Lehrstuhl für Berufsbildung an der Universität Zürich im Auftrag der Stiftung Pestalozzianum verfasst wird.

Vollständiger Überblick über das Bildungsangebot

Das grundlegende Ziel ist, einen vollständigen und zusammenhängenden Überblick über das Bildungsangebot des Bildungsraumes Zürich aus einer evaluierenden Perspektive zu geben. Darüber hinaus wird sich die Standortanalyse auf die Qualität und Leistungsfähigkeit der Bildungsinstitutionen im Allgemeinen und der Volksschule im Besonderen konzentrieren. Ein entsprechend entwickeltes Kriterienraster, das sich sowohl an internationalen Kriterien, als auch an nationalen und regionalen Gegebenheiten orientiert, ermöglicht die Einordnung des Bildungsstandortes in einen interkantonalen und internationalen Kontext. Basierend auf diesen Ergebnissen mündet die Expertise in einer Potentialanalyse, die sowohl Vorteile als auch Entwicklungsmöglichkeiten für den Bildungsstandort Zürich aufzeigen möchte. Einen speziellen Fokus legt die Expertise gemäss dem Stiftungszweck auf die Volksschule.

Einsatz von Focus-Gruppen

Im Jahr 2011 wurden die Ergebnisse der Untersuchung, die eine Innensicht des Zürcher Bildungswesens darstellt, einer Focus-Gruppe zur Stellungnahme vorgelegt. Die Mitglieder der Focus-Gruppe repräsentierten ganz unterschiedliche Perspektiven, stammten nicht aus dem Bildungsbereich und ergänzten die Untersuchung so durch eine Aussensicht. Die Gesamtergebnisse wurden in der zweiten Hälfte des Jahres 2012 publiziert und am Podium Pestalozzianum 2012 öffentlich diskutiert.